Wie können Versicherer InsurTech-Startups
Diese Frage wurde kürzlich von Matteo Carbone in seinem Buch " All the Insurance Players will be InsurTech; A wave of innovation is finally reshaping the insurance industry" gestellt. Da ich am Erfolg der digitalen Transformation globaler Versicherungsunternehmen wie Allianz, AG Insurance und AXA beteiligt war, habe ich aus erster Hand gesehen, wie diese Frage beantwortet werden kann. Die genannten Unternehmen haben die Art und Weise, wie sie mit Millionen von Kunden von FNOL bis zur Reparatur interagieren, durch den Einsatz von Videotechnologie vollständig verändert. In diesem Whitepaper werden wir die besten Praktiken und Erfahrungen auf dem Weg zur Umstellung der Schadenbearbeitung vorstellen. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf dem Einsatz von Videotechnik als Ersatz für die Schadenbeurteilung vor Ort.
Heutzutage ist die Videotechnik für die Integration von Ferngutachten ausgereift und bewährt. Allein im letzten Jahr haben sich mehr als 100.000 Nutzer mit der SightCall für Video-Fernunterstützung verbunden, um Schäden zu bewerten, technisches Fachwissen bereitzustellen, Ferninspektionen durchzuführen oder einfach zu sehen, was der Kunde sieht. Wir stellen fest, dass InsurTech-Plattformen von europäischen Versicherern und Kunden in rasantem Tempo angenommen werden, während Amerika hinterherhinkt. In Interviews mit über 20 US-Schadenregulierungsleitern erfuhren wir, dass einige Implementierungen daran scheitern, dass sie die grundlegenden Schritte, die für die digitale Transformation erforderlich sind, nicht befolgen und befürchten, dass ihre Kunden nicht bereit sind.
Im Mai 2018 führten wir eine Umfrage durch und fanden heraus, dass eine überwältigende Anzahl von US-Verbrauchern tatsächlich bereit für den digitalen Wandel ist. 68 % der Befragten würden es begrüßen, wenn ihr Versicherungsunternehmen ihnen die Möglichkeit geben würde, zwischen einer Videobewertung oder einer Schadensmeldung vor Ort zu wählen, und 22 % antworteten mit "vielleicht". Das sind insgesamt 90 % der Kunden, die Videoschäden offen gegenüberstehen. In der gleichen Gruppe sind 59 % der Meinung, dass eine sofortige Videobewertung aus der Ferne der ideale Weg ist, um einen Schaden einzureichen, und 37 % würden lieber einen Termin für eine Video- oder persönliche Bewertung vereinbaren. Nur 5 % von ihnen gaben an, dass sie eine Chatbot-Interaktion bevorzugen würden. 69 % geben außerdem an, dass ihnen noch nie die Möglichkeit geboten wurde, einen Schaden per Foto oder Video einzureichen.
Wenn die Verbraucher bereit sind, liegt es an den Versicherungsunternehmen, zuzuhören und die passende Lösung anzubieten. Die Herausforderung besteht nun darin, die Umgestaltung des Schadenprozesses und der Arbeitsweise von Versicherungen, Drittanbietern und unabhängigen Schadenregulierern zu bewältigen. In diesem White Paper stellen wir eine Reihe von Best Practices vor, die diesen Wandel unterstützen sollen.



